Zusammensetzung


Die Anzahl der Bundesratsmitglieder pro Bundesland wird nach jeder allgemeinen Volkszählung nach dem Verhältnis der Einwohnerzahlen der Bundesländer zueinander festgelegt. Dem einwohnerstärksten Land kommen zwölf Sitze zu, jedem Land aber mindestens drei. Aktuell besteht der Bundesrat aus 61 Mitgliedern, vier davon kommen aus Kärnten.


Die Bundesräte werden von den jeweiligen Landtagen in den Bundesrat entsendet und spiegeln daher in etwa deren Zusammensetzung wider. Der zweitstärksten Partei im jeweiligen Landtag kommt zumindest ein Mitglied zu, ansonsten erfolgt die Bestellung durch Verhältniswahl. Die Mitglieder des Bundesrates werden für die Dauer der Gesetzgebungsperiode des jeweiligen Landtages gewählt und sind nicht an Weisungen des Landtages oder der Landesregierung gebunden (freies Mandat). Sie genießen Immunität und müssen auch nicht Mitglieder des jeweiligen Landtages, aber zu diesem wählbar sein. Bundesräte, die auf Grund von Vorschlägen derselben Partei durch die Landtage gewählt werden, haben das Recht, sich zu einer Fraktion zusammenzuschließen.


Den Bundesratspräsidenten stellt, im halbjährlichen Wechsel der Länder, jeweils die stärkste Fraktion eines Bundeslandes. Dabei erfolgt der Vorsitzwechsel alphabetisch nach Bundesland und korreliert mit jenem in der Landeshauptleutekonferenz.