Landeshauptleutekonferenz


Die Landeshauptleutekonferenz ist ein informelles Treffen der neun Landeshauptleute, das sich in den 1960er-Jahren entwickelte und ab 1970 regelmäßig zweimal pro Jahr tagt. Dabei werden Länderangelegenheiten besprochen und es wird versucht, eine gemeinsame Linie zur Vertretung der Interessen der einzelnen Bundesländer festzulegen. Mit dieser gemeinsamen Position werden dann Verhandlungen mit dem Bund geführt.


Die Landeshauptleutekonferenz ist neben dem Bundesrat, der zweiten österreichischen Parlamentskammer, das politisch wichtigste Gremium der Länderzusammenarbeit und des Föderalismus. Unter Föderalismus wird ein Organisationsprinzip verstanden, bei dem die einzelnen Glieder über eine gewisse Eigenständigkeit und Staatlichkeit verfügen, aber zu einer übergreifenden Gesamtheit (Gesamtstaat) zusammengeschlossen sind.


Ihre Bedeutung zeigt sich auch darin, dass, obwohl sie formell nicht existiert, zahlreiche Rechtstexte auf sie verweisen.

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